„Ah, ça alors!!!“ (dt. Na so was) - mit diesem Stück war am 10.03.2017 das Knirps Theater zu Gast an der Realschule Krumbach. Dargestellt wurde ein Schüleraustausch, der den Schülerinnen und Schülern der Französischzweige aller Jahrgangsstufen einen Einblick in die Kultur und die französische Lebensart eröffnete, sodass auf unterhaltsame Weise Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit dem Nachbarland entdeckt werden konnten. Besonders angenehm hierbei war, dass ein Großteil der Krumbacher Franzosen bereits einen Austausch mit Frankreich hinter sich hat bzw. dieser für einige kurz bevor steht. Somit wurde heute bei vielen Schülern eine positive Erwartungshaltung geweckt und manch einem ist sicherlich ein Erlebnis in den Sinn gekommen, das so oder so ähnlich auch in dem Theaterstück dargestellt wurde.

Knirpstheater

Neben den kulturellen Einblicken erhielten heute viele unserer Jugendlichen die Einsicht, dass ein verkrampftes Wort-für-Wort-Verstehen nicht zwingend erforderlich ist, da auch schon mit einigen Grundkenntnissen ein Globalverstehen möglich ist, und man sich natürlich auch immer mit Händen und Füßen verständlich machen kann.

Für unsere Französischlerner stellte dieser Vormittag eine gelungene, motivierende und durchaus witzige Abwechslung zum Schulalltag dar.

 

Foto und Text: Herr Schaper

 

Am Tag der offenen Tür konnten sich Eltern und interessierte 4.Klässler davon überzeugen, auf was für einem hohen Stand, vor allem in Bezug auf den Einsatz neuer Technik, die Realschule Krumbach ist.

Jedes Klassenzimmer ist entweder mit einem Whiteboard oder einem Beamer mit Laptop und Dokumentenkamera ausgestattet. Mit beiden Ausrüstungen sind prinzipiell die gleichen Verfahren möglich. So kann unter anderem Wissen aus dem Internet jederzeit in das Unterrichtsgeschehen integriert werden. Für eine Seminarschule mit den Fächern Englisch, Betriebswirtschaft / Rechnungswesen / Wirtschaft und Recht, Mathematik und Informationstechnologie ist die Ausrichtung nach den neuesten Methoden eine Notwendigkeit.

Infonachmittag

Besonders wohl fühlen sich technikbegeisterte Schüler in der Werkstattatmosphäre des Raumes mit der CNC-Fräse. Sie arbeiten an IT-Programmen, nach denen diese Fräse Formen in Holz, Metall, Plexiglas oder anderem Material herstellt. Kreativität und technische Genauigkeit bringen hier die besten Ergebnisse. Ein technikbegeisterter 9.Klässler zeigt, wie er seinen Roboter so gebaut hat, dass er ihn über seinen Computer fernsteuern kann. Der Roboter sendet dabei Bilder aus einem anderen Raum mittels eines integrierten Handys über Skype.

Auch der Englischunterricht profitiert von der neuen Technik. Hier ein Beispiel: „Bewaffnet“ mit einem Laptop treten Schüler in einem Quiz zum Wettstreit an. Der Beamer hinter dem Pult zeigt –motivationsfördernd- den jeweiligen Punktestand der Teilnehmer an.

Doch nicht nur Wissen soll an der Realschule vermittelt werden, auch auf soziale Kompetenz wird großer Wert gelegt. Als Streitschlichter lernen die Schüler mit Konflikten umzugehen, als Tutoren betreuen sie jüngere Schüler und selbst Nachhilfe – mit großem Erfolg- wird von Schülern am Nachmittag gegeben. Übrigens: Von Montag bis Donnerstag können Schüler an der Offenen Ganztagesschule teilnehmen.

Wie lebendig die Schülermitverantwortung zusammen mit den Verbindungslehrern das Schulleben gestaltet, zeigte ein Beamer in der Aula. Er präsentierte Fotoreihen aus den Events des laufenden Schuljahres: den Lederhosentag, den Jogginghosentag, den Blue Day, die Party „Summerfeeling“, das Faschingsfest, Nikolaus- und Valentinsaktion.

Für die musikalische Unterhaltung der Gäste gaben die Chor-und Bläserklassen des 5. und 6. Jahrganges Proben ihres Könnens und dem Schulorchester konnte man bei einer Orchesterprobe zuhören. Größter Beliebtheit bei den Schülern erfreut sich die Folkigruppe, die als Wahlfach belegt werden kann.

Direktor Rudolf Kögler wies in seiner Informationsveranstaltung darauf hin, dass jungen Menschen durch den Realschulabschluss sowohl der Weg in den Beruf als auch durch den anschließenden Besuch einer höheren Schule der Weg zum Studium offen steht.

Text: Frau Brigitte Pöschl / Foto: Fau Sarah Wiedemann

 

Vier Abgeordnete des bayerischen Landtags besuchen die Realschule Krumbach

Politik? Davon verstehen wir zu wenig! Eine typische Bemerkung Jugendlicher, doch woher soll man mit 16 oder 17 auch so viel Kenntnisse über die hochkomplexen Regelungen haben, die Millionen von Menschen ein möglichst gerechtes und konstruktives Zusammenleben erlauben?

Learning by doing ist eine sehr effiziente Methode, um etwas zu verstehen. Das würde also heißen, dass die Schüler selbst politische Arbeit leisten sollen? Wie soll das möglich sein? Durch ein Spiel, ein sogenanntes Planspiel, wurden aus den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen der Realschule Krumbach Abgeordnete des Bayerischen Landtages. „Der Landtag sind wir", nennt sich dieses Planspiel, es wurde in Kooperation des Bayerischen Landtags und der Forschungsgruppe Jugend und Europa ausgearbeitet. Realisiert an unserer Schule wurde „Der Landtag sind wir" von der Sozialkundelehrerin Verena Obel.

Die beiden größten Räume der Schule, die Aula und der Raum 12, wurden dabei zu einem großen und kleinen Plenarsaal. Im zweiten Stockwerk wurden die Klassenzimmer zu Räumen für die einzelnen Parteien und für Pressesprecher umfunktioniert. Dass es wohl einen ganzen Schultag dauern würde, bis man einige Gesetze ordnungsgemäß und nach demokratischem Verfahren erlassen kann, braucht nicht zu verwundern.

Landtag_Aula

Durch vorherige Informationen wussten die Schüler, wie der formale Ablauf zu sein hat, den ein Gesetz bis zur Verabschiedung (Gültigkeit) nehmen muss. Im konkreten Fall ging es um eine Reform an bayerischen Schulen: Es wurde abgestimmt über die Dauer der Grundschulzeit, die Abschaffung des Sitzenbleibens und die Begrenzung der Klassenstärke auf 20 Schüler.

Da sie selbst als Abgeordnete, Langtagspräsident, Pressesprecher oder Fraktionsvorsitzender auftreten mussten, erfassten die Schüler die Funktion dieser Personen und auch die Aufgaben der verschiedenen Gremien wie zum Beispiel Plenum oder Fraktion schnell. Auch der Ausgleich von Interessensgegensätzen – Grundlage der Demokratie – durch die verschiedenen Parteien wurde verständlich.

Natürlich verlangt es Sachkenntnis, wenn über eine Reform ein Beschluss gefasst werden soll. Auch diesbezüglich mussten sich die Schüler einlesen – auch wenn so mancher dachte, mit Schule kennen sich Schüler sowieso aus.

Wie im echten Landtag entstand auch zur Information ein Landtagsblatt, das den Verlauf der Sitzung dokumentierte und über das Ergebnis informierte. Es konnte zum Schluss berichten, dass nur ein Gesetz beschlossen wurde: In sämtlichen Schulen Bayerns soll die Klassenstärke auf 20 Schüler reduziert werden. Das Gesetz soll „2019 in Kraft treten."

Die Schüler haben dieses Spiel einstimmig als realitätsnah empfunden: „Es war, als ob man als Abgeordneter arbeiten müsste und man hat gemerkt, dass es nicht einfach ist, sein Meinung durchzubringen!", meinte einer der „Darsteller". Zum Ende des Planspiels wurden die 10.Klässler sogar von echten Parlamentariern besucht: MdL Dr. Hans Reichart (CSU), MdL Dr. Simone Strohmayer (SPD), MdL Christine Kamm(B´90/ Die Grünen) und MdL Dr. Leopold Herz (Freie Wähler). In der Diskussion mit den Politikern merkten die jungen Leute, dass sie nun, wenn es um Politik geht, mitreden können.

Landtag

Unsere 10. Klassen mit allen Beteiligten aus dem Landtag

 

Am 13. Februar war das Schauspielensemble südsehen zu Gast an der Realschule, um in einem Schulgastspiel der 8. Jahrgangsstufe Die Räuber zu präsentieren. Das fünfköpfige Team aus München veranschaulichte unter der Leitung von Robert Ludewig sowohl die Ereignisse auf dem Schloss der Familie Moor als auch die Streifzüge der Räuberbande des Hauptmanns Karl in den Wäldern mittels eines geschickten, auf das Wesentliche reduzierten Bühnenbildes. Letzteres sowie die „komische“ Sprache und die Art der Inszenierung regten die Schülerinnen und Schüler in der Nachbereitung des Live-Erlebnisses zu einem regen Austausch der Beobachtungen an, nachdem zuvor im Deutschunterricht der Inhalt und die Hauptpersonen der Tragödie aus dem Jahr 1781 sowie die Merkmale der Epoche Sturm und Drang thematisiert wurden.

Ein Lob gilt unseren Achtklässlern, die dem „Deutsch des 18. Jahrhunderts“ während der knapp 120-minütigen Vorstellung, welche eine sehr gelungene Ergänzung des „normalen“ Unterrichts war, aufmerksam und gebannt lauschten!

Theater

Text: J. Dietz / Foto: G. Schaper

Bereits am 1. Februar machte das France Mobil an der Realschule Krumbach Station. Mit lustigen Spielen und authentischen Materialien wurden die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen behutsam an die französische Sprache herangeführt, denn schon bald müssen sich diese entscheiden, welchem Zweig sie ab der siebten Klasse angehören wollen. So war dies für die Lernenden eine tolle Möglichkeit, sich bereits im Vorhinein einen Eindruck von dem zu verschaffen, was sie im Französischunterricht erwarten wird. Und tatsächlich: Amélie, die den Vormittag für die Kinder gestaltete, schaffte es, bei vielen Freude, Spaß und Lust an der Sprache unseres Nachbarlandes zu wecken.

Auch der siebten Klasse, die bereits seit September vergangenen Jahres Französisch lernt, wurde eine 45-minütige „animation“ geboten. Da hier natürlich schon gewisse Vorkenntnisse vorhanden waren, konnte viel mit bekannten französischen Chansons gearbeitet werden, was den Schülern einen kräftigen Motivationsschub verlieh.

 

France Mobil

 Amélie Gaime erklärt der Klasse 6c das nächste Spiel

 Bild: C. Pöschel, Text: G. Schaper